Exportprofile
Ein Exportprofil fasst unter einem einzigen Namen ein Dateiformat, eine Qualitätsstufe und einen Zielordner zusammen.
Es ist die gemeinsame Grundlage aller Automatisierungen von JPGBoost. Konfiguriere ein Profil einmal, dann kannst du es überall dort wiederverwenden, wo ein Export benötigt wird.
Diese Funktion ist sowohl in JPGBoost Free als auch in Pro verfügbar, mit einem Limit: JPGBoost Free erlaubt nur ein Profil. Es zu ändern, umzubenennen oder zu überschreiben bleibt jederzeit möglich; abgelehnt wird nur das Anlegen eines zweiten Profils. Was das Profil steuert, bleibt dagegen durch das Free-Kontingent begrenzt: 50 Bilder pro Tag und 5 MB pro Datei. JPGBoost Pro hebt all diese Limits auf.
Wozu ein Profil dient
Ein Exportprofil hat einen Namen und speichert drei Informationen:
- ein Ausgabeformat (PNG, JPEG, HEIC, AVIF, WebP oder JPEG XL);
- eine Qualität von 1 bis 100;
- einen Zielordner, optional.
Einmal erstellt, wird dieses Profil von der Anwendung, der Kommandozeile, der lokalen API, den Kurzbefehlen und den überwachten Ordnern erkannt. So musst du dieselben Einstellungen nicht mehr in jedem Skript wiederholen.
Ein Profil erstellen
- Öffne Einstellungen (⌘,), dann den Reiter Profile.
- Erstelle ein neues Profil und gib ihm einen klaren Namen, zum Beispiel Web JPEG oder Kundenlieferung.
- Wähle das Ausgabeformat und die Qualität.
- Wähle bei Bedarf einen Zielordner über den nativen Auswähler.
- Speichere. Das Profil ist sofort überall verfügbar.
Auf einem Server oder in einem Installationsskript kann die CLI ein Profil direkt erstellen oder aktualisieren: jpgboost-cli --create-profile "Web JPEG" --format jpeg --quality 70 --output ./ko/mprimiert. Ein bereits verwendeter Name ersetzt das bestehende Profil, genau wie in der Anwendung.
Einen Zielordner im Profil zu definieren ist die einzige zuverlässige Möglichkeit, einen Ausgabeordner in der App Kurzbefehle festzulegen. Siehe die Anleitung Kurzbefehle und AppleScript.
Ein Profil in der Anwendung anwenden
Die Symbolleiste des Hauptfensters bietet ein Profilmenü. Es wendet das Format und die Qualität des Profils auf die aktuelle Gruppe an und zeigt immer den Namen des angewendeten Profils an.
Ein Profil anderswo wiederverwenden
Dasselbe Profil kann von jedem Einstiegspunkt aus namentlich aufgerufen werden:
| Einstiegspunkt | Wie aufrufen |
|---|---|
| Anwendung | Profilmenü der Symbolleiste |
| Kommandozeile | --profile "Web JPEG" |
| Lokale API | Feld profile von /v1/settings und /v1/export |
| Kurzbefehle | Parameter Export Profile der Aktion |
| AppleScript | Parameter profile "Web JPEG" |
| Überwachte Ordner | In der Ordnerkonfiguration ausgewähltes Profil |
Prioritätsregel
Ein Exportprofil ergänzt nur die fehlenden Einstellungen. Jeder explizit gesetzte Wert hat Vorrang vor dem des Profils. Diese Regel gilt in ganz JPGBoost.
# Das Profil liefert Format, Qualität und Ordner
jpgboost-cli --profile "Web JPEG" *.png
# Hier hat --output Vorrang vor dem Ordner des Profils
# (Format und Qualität des Profils gelten weiterhin)
jpgboost-cli --profile "Web JPEG" --output ./anderer-ordner *.png
Bei überwachten Ordnern ist die Regel leicht anders: Der im überwachten Ordner konfigurierte Zielordner hat immer Vorrang vor dem des Profils.
Standardprofil
Nur ein einziges Profil kann jeweils als Standard markiert werden, in Einstellungen → Profile. Es ist dasjenige, das JPGBoost anwendet, wenn überhaupt kein Profil benannt ist, eine andere Situation als die Prioritätsregel oben, die voraussetzt, dass bereits ausdrücklich ein Profil benannt ist.
Dieser Mechanismus dient insbesondere der Aktion „Bilder komprimieren" von Spotlight, aufgerufen über ihre generische Phrase, ohne von Hand erstellten Kurzbefehl. Dieser unmittelbare Aufruf übergibt keinen Parameter über die ausgewählten Dateien hinaus, und stützt sich deshalb vollständig auf das Standardprofil für Format, Qualität und Zielordner. Siehe die Anleitung Kurzbefehle und AppleScript für den vollständigen Ablauf.
Derselbe Mechanismus kommt der Kommandozeile ohne --profile, AppleScript ohne den Parameter profile, und einem überwachten Ordner ohne eigenes Profil zugute.
Die Standardmarkierung wird in Einstellungen → Profile gesetzt, niemals über die lokale API oder die CLI. Das Erstellen oder Aktualisieren eines Profils über POST /v1/profiles oder jpgboost-cli --create-profile bewahrt dessen bestehenden Standardstatus unverändert, ohne ihn jemals zurückzusetzen.
Wo Profile gespeichert werden
Profile werden in einer einzigen Datei gespeichert, die von der Anwendung, der CLI und der API gemeinsam genutzt wird:
~/Library/Application Support/JPGBoost/exportProfiles.json
Diese gemeinsame Nutzung ermöglicht es, dass ein in der Oberfläche erstelltes Profil sofort in einem Skript verfügbar ist, und umgekehrt.
Vollständiges Beispiel
Ziel: jede Woche für das Web optimierte Bilder liefern, immer im selben Ordner und mit denselben Einstellungen.
- Erstelle das Profil Web JPEG: Format JPEG, Qualität 70, Ziel
~/Sites/media. - Wende es in der Anwendung über die Symbolleiste auf eine Gruppe an, um das Ergebnis visuell zu prüfen.
- Sobald du zufrieden bist, rufe es aus einem Skript auf, ohne die Einstellungen wiederholen zu müssen.
# Kommandozeile: nichts zu wiederholen, alles kommt aus dem Profil
jpgboost-cli --profile "Web JPEG" ~/Bilder/woche-12/*.png
# Lokale API: das Profil anwenden, dann in deinen Ordner exportieren
curl -s -X POST -H "Authorization: Bearer $TOKEN" \
-H "Content-Type: application/json" \
-d '{"profile": "Web JPEG"}' \
http://127.0.0.1:51823/v1/export